Geschichte(n) sichtbar machen

Geschichte(n) sichtbar machen

Erfassung und Digitalisierung der Passauer Münzsammlung

Münzdigitalisierung

Die Professur für Alte Geschichte an der Universität Passau verfügt über eine Sammlung antiker Münzen, die circa 250 Exemplare aus dem griechischen und römischen Kulturraum umfasst. Diese Münzen werden sukzessive in einer vom InteLeC-Zentrum der Universität Passau in enger Abstimmung mit der Professur für Alte Geschichte entwickelten Datenbank erfasst und damit der öffentlichen Nutzung zugänglich gemacht.

Numismatik zum Anfassen für Studierende

Die Erfassung der Münzen in der Münzdatenbank der Universität Passau ist als studentisches Projekt angelegt. Die Bestimmung und Digitalisierung der Münzen erfolgt im Rahmen Wissenschaftlicher Übungen, welche auf die Vermittlung fachspezifischer Methodenkenntnisse aus dem Bereich der antiken Numismatik und die Entwicklung medialer Kompetenzen bei der Digitalisierung der Münzen zielen. Die Datenbank ist in der Lernplattform ILIAS angesiedelt und wird durch Lern-Tools (bspw. Wikis), die nicht öffentlich zugänglich sind und ausschlielich im Bereich der Lehre eingesetzt werden, ergänzt.

Gemeinsam arbeiten im Wiki

Die Daten, die von den Studierenden bei der Bestimmung der Münzen gewonnen werden, werden in Wikis gesammelt und diskutiert. Nach einer Korrekturphase, die in engem wechselseitigen Austausch zwischen BearbeiterIn und KorrektorIn stattfindet, um die einzelnen methodischen Schritte nachvollziehen und damit den Lernfortschritt garantieren zu können, werden die ermittelten Daten in die Datenbank eingepflegt.

Digitalisierungspraxis: Die optimale Aufnahme

Münzdigitalisierung

Auch beim Fotografieren der Münzen wird eine Arbeitsweise angestrebt, die es den Studierenden erlaubt, praxisnahe Erfahrungen zu sammeln und Erkenntnisse über eigenverantwortliche Lernprozesse, die zwar begleitet, aber nicht vorgegeben werden, zu generieren. In dem letzten Semester hat eine Gruppe von vier Studierenden verschiedene Settings erprobt, wobei eine Dokumentenkamera des Zentrums für Medien und Kommunikation und eine Reproanlage des Lehrstuhls für Kunstgeschichte/Bildwissenschaften zum Einsatz kamen.

Kooperation mit dem Lehrstuhl Digital Humanities

Zur Optimierung der Aufnahmen ist für das nächste Semester der Einsatz eines Makroobjektives geplant, das im Rahmen einer angestrebten Kooperation mit dem  Lehrstuhl für Digital Humanities von diesem angeschafft wird. Die ist ein möglicher Grundstein für eine weitere technische und fachliche Kooperation bei ausgewählten fachwissenschaftlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des Passauer numismatischen Bestandes. Das Projekt ist langfristig angelegt und zielt auf die Erfassung aller Münzen der Passauer Münzsammlung ab.